Richtig Gassigehen

Gesunder Auslauf für den Welpen

Welpe beim Gassigehen Welpen sind sehr neugierig, wild und motiviert. Am liebsten würden sie den ganzen Tag neue Sachen erkunden. Doch so wild wie sie sind, brauchen Welpen lange Ruhezeiten. Eine Faustregel besagt: Ein Welpe sollte das dreifache der aktiven Zeit ruhen. So genau kann man das nicht sagen, denn verschiedene Rassen brauchen unterschiedliche Ruhezeiten. Besonders bei größeren Rassen sollten die regelmäßigen Ruhezeiten eingehalten werden, da ihre Knochen noch nicht ganz ausgewachsen sind und somit schnell Muskel- und Gelenkprobleme entstehen können. Ob der Welpe müde oder munter ist, kann man anhand des Verhaltens erkennen.Schwer ist das bei sehr aktiven Rassen, da diese aus instinktiven Gründen ihre Müdigkeit verbergen. Bei den kurzen Spaziergängen sollten die Welpen nur wenig physisch und psychisch gefordert werden. Des Weiteren sollten Sprünge und schnelle Wendungen weitestgehend vermieden werden. Die Zeit der Ausläufe sollte nach gewissen Zeitabständen verlängert werden. In der ersten Woche geht man zum Beispiel nur zehn Minuten, während man in der vierten Woche schon 30 Minuten geht. Bei der Verlängerung der Spaziergänge sollte der Hund stets beobachtet werden. Haben Sie keine Angst mit der Zeit zurück zu gehen, wenn Ihr Hund noch nicht genug Energie hat. Das wichtigste beim Spaziergang ist nicht, dass der Welpe sich erleichtern kann.Die neue Welt zu entdecken und sich in ihr zurecht zu finden ist der eigentliche Sinn der Spaziergänge im jungen Welpenalter. Daher ist es sehr gut, wenn man die Wege variiert. Heute geht man mal zum Bäcker, während man morgen lieber zum Bauernhof läuft. Je mehr der Welpe sieht, desto besser gewöhnt er sich an seine Umwelt. So wird er auch weniger aggressiv, da Aggression meistens durch Unsicherheit und Angst entsteht. Falls der Welpe doch mal Angst vor etwas hat, sollte man sich als Herrchen dieser Angst stellten. Man geht beispielsweise zu dem Mülleimer hin und zeigt dem Welpen, dass der Mülleimer harmlos ist. Dadurch sollte sich der Welpe langsam nähern. Hier gilt: Sobald der Welpe seine Angst bekämpft hat, sollte er stets belohnt werden.

Richtige Leinenführung für den Welpen

Die richtige Leinenführung ist bei Welpen sehr wichtig, denn sie sind sensibel und können schnell zukünftige Probleme zum Beispiel in Gelenken und Muskeln erleiden. Ein Geschirr verteilt die Kraft nicht nur auf den Hals und ist somit angenehmer für den Welpen. Zudem befindet sich der Welpe in der optimalen Lernphase und sollte keine schlechten Angewohnheiten übernehmen. Dafür wird eine übliche lockere Leine empfohlen. Bei Rollleinen besteht immer eine Spannung, an die sich der Hund gewöhnt und somit immer beliebig ziehen wird. Abgesehen von der Ausrüstung muss die Ausführung stimmen. Wichtig: Während der ersten vier Monate eines Welpen ist der Jagdtrieb noch nicht so ausgeprägt, wie das Rudelverhalten. Das heißt: Für den Hund ist es wichtiger die Nähe zum Rudel (Herrchen) zu halten, anstatt auf die Jagd nach Futter zu gehen. Aus diesem Grund sollte dem Welpen das „Bei-Fuß-Laufen“ früh beigebracht werden. Für die richtige Leinenerziehung gibt es verschiedene Methoden, die das „Bei-Fuß-Laufen“ trainieren können. Dabei sollte immer daran gedacht werden, dass ein Hund am besten auf Belohnungen reagiert – also immer an die Leckerlis denken! Eine dieser vielen Methoden ist die Baummethode. Hier bleibt man einfach stehen sobald der Welpe anfängt zu ziehen. Wichtig: Niemals an der Leine rucken. Falls man mal selber an der Leine ziehen muss, sollte man die Kraft langsam aufbauen. Bei starken rucken oder ziehen kann sich der Welpe verletzen. Der Welpe wird schnell merken, dass es nicht weitergeht, wenn er ständig an der Leine zieht. Die regelmäßigen Trainingseinheiten sollten nicht eingestellt werden, denn so schnell der Hund etwas lernt, kann er es auch verlernen. Um den Hund noch zusätzlich zu fordern, können beim Gassigehen kleine Spiel- und Denkeinheiten eingebaut werden. Suchspiele sind dabei besonders beliebt: Einfach das Lieblingsspielzeug von dem Welpen unter ein paar Blättern verstecken und abwarten. Sobald der Welpe das Objekt findet, den Welpen loben. Dafür sind keine Leckerlis nötig, da der Welpe durch das Spielzeug genug Freude hat.