Erste-Hilfe beim Hund leisten: Tipps zur Hundegesundheit

Notsituationen erfordern schnelle Hilfe. Einen Erste-Hilfe-Kurs für Menschen haben die meisten Erwachsenen besucht. Doch was tun, wenn der Hund Erste-Hilfe benötigt? Je besser man den eigenen Hund kennt, desto schneller erkennt man einen Notfall. Ratsam ist es, Erste-Hilfe am gesunden Hund in stressfreier Situation für den Notfall zu üben: Fieber messen, Herzschlag, Puls und Atmung überprüfen, die Schleimhäute beurteilen und Verbände anlegen. Zudem sollten die Telefonnummern von Tierarzt und Notfallpraxis stets griffbereit sein. So kann im Notfall schnell Erste-Hilfe geleistet werden.

Im Notfall richtig handeln: Erste-Hilfe für den HundErste Hilfe für Hunde

Erste-Hilfe ist gerade bei Vergiftungen wichtig: Symptome wie Fieber, blass-graue Schleimhäute, Atembeschwerden, veränderte Pupillen, wiederholtes Erbrechen oder Apathie des Hundes weisen auf eine Vergiftung hin. In diesem Fall sollte der Hund dringend zum Tierarzt gebracht werden. Mit einer Probe des Köders oder des Erbrochenen kann der Tierarzt schnell eine Diagnose stellen. Erste-Hilfe benötigen Hunde auch bei starken Blutungen. Diese müssen sofort behandelt werden: Mit einem Druckverband kann die Zeit, bis der Tierarzt hilft, überbrückt werden. Zur Versorgung des Hundes kann der Erste-Hilfe-Koffer aus dem Auto genutzt werden. So kann man die Wunde mit einem sterilen Tupfer abdecken und Polsterwatte verhindert das Einschnüren. Für einen Druckverband kann eine Rolle Polsterwatte oder eine Packung Taschentücher zum Einsatz kommen. Diese können mit einer Mullbinde bandagiert und einem selbstklebenden Verband fixiert werden. Nur bei sehr stark blutenden Wunden sollte man das Bein für kurze Zeit mit einem Gürtel abbinden.

Die stabile Seitenlage als Erste-Hilfe für Hunde

Die stabile Seitenlage ist ebenfalls Teil der Ersten-Hilfe beim Hund: Dabei wird der Hund auf die unverletzte Seite gelegt. Der Helfer kniet am Rücken des Hundes, greift über den Kopf und zieht die untenliegenden Füße nach vorne. Leichter Druck auf den Hals des Hundes mit Ellbogen oder Hand verhindert das Aufstehen. Bei einem bewusstlosen Hund sollte der Kopf tiefer gelagert werden. Dazu hilft eine Jacke unter dem Brustkorb des Hundes. Das Maul sollte geöffnet und die Zunge vorsichtig herausgezogen werden. So kann der Hund diese nicht verschlucken und Erbrochenes kann abfließen.

Tipps für eine Erste-Hilfe-Box für den Hund:

  • Telefonnummer von Tierarzt und Notfallpraxis
  • Verbandsmaterial (Mullbinden, selbstklebende Verbände, Polsterwatte)
  • digitales Fieberthermometer
  • Schere mit abgerundeter Spitze, Zeckenzange, Pinzette
  • Wunddesinfektionsmittel, Einmalhandschuhe
  • Maulkorb, Maulschlinge (Erstickungsgefahr bei Erbrechen des Hundes)
  • Decke (keine Rettungsdecke)
  • Stauschlauch und feste Schiene
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