Frühlings-Erwachen im Wald: Wildtiere und Welpen

Wald und Wiesen bieten sich besonders zum Buddeln, Toben und Spielen für den Welpen an. Weitab von der Straße herrscht keine Gefahr für den jungen Hund, dort kann er nach Belieben rennen. Doch was ist mit den wilden Einwohnern? Gerade in der Brut- und Setzzeit fühlen sie sich schnell gestört. So kann ein Muttertier einen neugierigen Welpen für eine Bedrohung für ihre Jungtiere halten. Ab März steht das Herrchen somit in einer besonderen Aufsichtspflicht, damit die Wildtiere geschützt werden. Der Welpe sollte möglichst nah am Waldweg bleiben, um Wildschwein, Reh, Eichhörnchen und Co. nicht zu stören.©Dogs-fotolia.com

Born to be wild?
Von Beginn an sollte jeder Ansatz von Jagdverhalten beim Welpen unterbunden werden. Nähert sich der Welpe einem Wildtier, sollte umgehend negatives Feedback folgen. Schimpfen oder klatschen reichen hier oft aus. Sobald sich der Welpe umdreht, sollte er gelobt werden und ein Leckerchen bekommen. Der Welpe muss verinnerlichen, dass Wildtiere nicht beachtet werden sollen und sein Herrchen der Mittelpunkt ist. Diese Situationen sollten mit verschiedenen Wildtieren geübt werden. Dies reicht bei Rassen mit geringem Jagdtrieb oft aus. Bei Rassen mit hohem Jagdtrieb ist der Einsatz einer Schleppleine empfehlenswert, um das Hetzen von Wildtieren zu unterbinden.

Auf Schritt und Tritt folgen
Den Folgetrieb des Welpen sollte das Herrchen ebenfalls nutzen. Denn die meisten Welpen wollen stets den Anschluss zu ihrem Herrchen halten. Sieht man beim Spaziergang Fußgängern oder anderen Hunden, auf die der Welpe nicht treffen soll, sollte man einfach die Richtung wechseln und zügig gehen. Mit lockenden Lauten kann der Welpe gerufen werden. So ist er hin- und hergerissen und entscheidet sich meistens dafür, den Anschluss zu seinem Herrchen nicht zu verlieren. Folgt der Welpe, sind Lob und Leckerchen wichtig. An der Kommunikation zwischen Herrchen und Welpen sollte stets gearbeitet werden. Dabei sollte sich jede Kommunikation für den Welpen lohnen: Für Blickkontakt, Rückorientierung, aufmerksames Folgen, auf Ruf oder Pfiff hören sollte er stets gelobt werden.