So wird der Spaziergang zum spannenden Abenteuer

Rennen, springen, zergeln, buddeln, tollen, toben, schnüffeln und Haken schlagen: Für viele Hunde ist der Spaziergang das Highlight des Tages. Dabei ist keine Dauerbespaßung gefragt. Trotzdem kann der Spaziergang interessant gestaltet werden. Denn bevor der Spaziergang für Hund und Halter zur reinen Pflichtveranstaltung wird, können Fantasie und Spaß angekurbelt werden: Die gemeinsame Beschäftigung mit kleinen Spielen und Übungen fördert Kommunikation und Bindung zwischen Hund und Herrchen. Zudem lastet ein Spaziergang mit Kopfarbeit den Hund mehr aus als reines Laufen. So machen 30 Minuten konzentriertes Arbeiten müder als zwei Stunden laufen. Jagdlich interessierte Hunde können ihren Trieb beim Spaziergang mit einer Ersatzbeschäftigung ausleben. Trifft man im Wald auf Wild, kann der Hund durch das Training kontrollierbarer werden.

 

Tipps für den interessanten Spaziergang:©manushot-fotolia.com

Neue Wege gehen: In einer neuen Umgebung ist der Hund deutlich aktiver. Dabei bietet jede Umgebung verschiedene Elemente, um den Hund auszulasten: Wald- und Wiesen-Agility mit Baumstämmen als Hindernisse oder zum Balancieren, dichte Baumreihen oder Sträucher für einen Slalom oder Parkbänke zum drunter durchkriechen.

Blickkontakt: Beim Ableinen heißt es nicht einfach „Los geht’s“. Der Hund sollte sich hinsetzen und sich erst auf Kommando in das Abenteuer Spaziergang stürzen. Das schult Konzentration und Selbstbeherrschung.

Gefühlsübertragung: Je mehr Spaß das Herrchen am Spaziergang hat, desto mehr Spaß hat auch der Hund. Entspannte Stimmung und Begeisterung reißen den Hund mit

Achtsamkeit: Der Hund sollte sein Herrchen beim Spaziergang stets im Blick haben. Schnüffelt sich der Hund fest, kann man sich entfernen. Soll der Hund nicht in eine bestimmte Richtung gehen, läuft man in die entgegengesetzte Richtung. Bei unsicheren Hunden ist dabei Vorsicht geboten.

Interesse wecken: Aufgabe des Herrchens ist es, sich für den Hund interessant zu machen. Es muss sich für den Hund lohnen, zum Herrchen zu kommen oder mit ihm zu kommunizieren. Dreht sich der Hund zum Herrchen, sollte er ein Feedback bekommen, denn jeder Blick des Hundes ist eine Kontaktaufnahme. Hier reicht ein kurzes Lob, eine Einladung zum Kraulen, eine Richtungsangabe oder ein Spiel aus.

Gemeinsam erkunden: Die Umwelt können Hund und Herrchen beim Spaziergang gemeinsam erkunden. Dabei geht der Mensch souverän voran.

Jagdpartner: Ebenso kann das Herrchen beim Spaziergang zum Jagdpartner werden. Dabei muss sich der Hund das Futter erarbeiten: Erschnüffeln, stöbern, aufhetzen, apportieren oder mit Nasenarbeit. Dafür kann ein Teil oder sogar die gesamte Tagesration Futter verwendet werden.

Wasserspaß: Verschiedene Gewässer sind nicht nur im Sommer bei vielen Hunden angesagt. Auch im Winter kann der Spaziergang zum See führen.

Fazit: Viel Abwechslung und der Spaziergang wird für Hund und Herrchen zum Abenteuer statt zur reinen Pflichtveranstaltung.