Unerwünschte Gäste: Zeckenbefall und was man dagegen tun kann

Ein langer Spaziergang durch die Natur kann so manchen unerwünschten Parasiten im Fell des Hundes hinterlassen. Vor allem die Angst vor Zecken, nach einem ausgiebigen Waldlauf, ist bei vielen Hundebesitzern gegeben.

Die Angst vor Zecken ist nicht unbegründet. Laut Experten der Universität Hohenheim ist der kleine Parasit das gefährlichste Tier Deutschlands. Besonders Hunde, Katzen und Pferde sind beliebt bei den Saugern. Das lange Fell lädt Ungeziefer förmlich dazu ein, sich an den Vierbeinern festzubeißen. Deswegen gehört die Anwendung von entsprechenden Schutzmitteln, neben der Borreliose-Impfung und einer täglichen Zeckenkontrolle, zu den Maßnahmen, die Ihren Hund am Ende des Tages vor den Parasiten schützen kann. Wie schützt man seinen Hund also vor den kleinen Biestern? Warnung vor Zeckenbissen beim Gassigehen.

Schnelles Handeln ist gefragt

Kommt man von einem langen Spaziergang nach Hause, sollte die erste Handlung sein, den Hund auf Zecken zu überprüfen. Dazu kann man mit seinen Händen durchs Fell streicheln und darauf achten, ob man kleine, harte Kugeln findet. Sollte dies der Fall sein, kann man eine Zeckenpinzette oder ein ähnliches Hilfsmittel zum Entfernen benutzen.

Lassen Sie sich beraten

Schutzmittel gibt es viele, doch welche wirklich wirken, ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Ob das eine oder andere Mittel wirkt, kann nur ein Tierarzt eindeutig klären. Dieser sollte vor der Verwendung unbedingt aufgesucht werden. Eine gründliche Beratung und Tipps vom Veterinär sind ebenfalls hilfreich für jeden Hundebesitzer.

Was kann helfen und was ist Mumpitz?

Kautabletten:
Der Vorteil einer Kautablette verbirgt sich schon im Namen selbst. Die verdaulichen Mittel lassen sich einfach in die Nahrungsaufnahme des Hundes integrieren. Weiterer Vorteil ist die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit nach der Einnahme. Ihr Hund kann sowohl gestreichelt werden als auch rumtoben und sogar schwimmen. Beißt eine Zecke zu, stirbt sie nach kurzer Zeit und löst sich vom Körper des Hundes.

Spot-Ons:
Die Spot-Ons trägt man im Nacken des Hundes auf. Der Wirkstoff verbreitet sich und lässt Zecken keine Chance. Man unterscheidet hier zwischen zwei Wirkungsweisen. Kontaktantiparasitika lassen den Wirkstoff in den Parasiten eindringen und töten ihn ab. Die zweite Variante ist ein Repellent. Er hält die Zecke vom Anhaften ab, lässt sie jedoch nicht unbedingt sterben.

Zeckenhalsbänder:
Der Zeckenschutz für den Hals hat einen ähnlichen Wirkungseffekt wie Spot-Ons. Der Wirkstoff breitet sich über das gesamte Fell des Hundes aus und hält so die Parasiten vom Biss ab.

Natürliche Öle:
Auf ätherische Öle sollten Hundebesitzer komplett verzichten. Lavendelöl oder Zitronella haben keine Wirkung und können sogar die Schleimhäute des Hundes reizen. Kokosöl und Neemöl haben meistens nur eine geringe Wirkung und Knoblauch gilt als giftig für unsere Vierbeiner.

Bernsteinketten:
Ein schickes Accessoire ohne Wirkung. Zudem kann die Kette beim Spielen und Toben des Hundes kaputt gehen und in viele Einzelteile zerspringen.

Möglichkeiten zum Schutz gibt es viele. Welche die richtige ist, entscheidet am Ende der Besitzer zusammen mit einem Tierarzt. Dieser kann Sie optimal beraten und gibt Ihnen hilfreiche Tipps zur Bekämpfung von Zecken.